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#1 Innerer Frieden hängt von unserer Perspektive ab

Aktualisiert: 21. Juni

Ob wir inneren Frieden, Weite, Liebe, Leichtigkeit oder Stille erfahren, oder Schwere, Enge und Leid, hängt davon ab, wo wir in Bezug zu unseren Gedanken stehen.


Was meine ich damit?


Sind wir in unseren Gedanken gefangen, dann sind wir in der Trennung. Sind wir in unseren Geschichten, dann sind wir im menschlichen Leid.


Wenn wir aber jenseits unserer Gedanken sind, erkennen wir uns als das ewige, zeitlose, unsterbliche, formlose Bewusstsein.


Dieser eine Schritt macht den Unterschied, ob wir leiden und die Last der Zeit ertragen müssen, oder ob wir frei sind und in die Unendlichkeit aufgehen. Wie kommen wir aus unseren Geschichten heraus?



Wenn wir die Welt aus dem "Ich" sehen, aus den Gedanken heraus sehen, sehen wir die Welt durch eine kontrahierende Linse, durch einen engen Fokus und wir träumen weiter die Illusion der Trenung. Wir hypnotisieren uns weiter.


Beginnen wir das "Ich" in uns zu suchen, erwachen wir. Beginnen wir unsere Gedanken bewusst zu bemerken, erkennen wir uns als den zeitlosen Zeugen. Es gibt immer etwas, was alles beobachtet. Jeden Gedanken, jedes Gefühl, jedes Objekt, jede Bewegung des Lebens wird von etwas beobachtet. Und das ist unsere wahre Natur. Das sind wir in unserer ursprünglichen Essenz.


Es ist gleichwertig, was wir als Mensch mögen und was wir als Mensch nicht mögen. Es ist vollkommen egal, was wir als Mensch tun oder was wir als Mensch nicht tun. All das erscheint als Form. Aber die Formlosigkeit, das formlos Bewusstsein, was jenseits der Form ist, ist davon nicht berührt. Es kommt nie darauf an, was wir tun, sondern wie wir es tun.



Sind wir uns dem gewahr, das gedacht wird, das gefühlt wird, das gesprochen wird, das gehandelt wird, sind wir energetisch bereits mehr in der Einheit, als in der Trennung.


Der seidene Faden des Leids wird durchtrennt, indem wir immer mehr in unserer bewussten Wahrnehmung verweilen.


Wenn wir uns unserer Gedanken nicht bewusst sind, sind wir in den Geschichten verhaftet. Und dann glauben wir, vor uns ist eine reale Welt, ein reales Universum, ein Diesseits, ein Jenseits, eine Vergangenheit, eine Gegenwart, eine Zukunft, etwas Spirituelles, irgendetwas Allmächtiges, irgendetwas über uns Stehendes.


Wir glauben an Götter, an Retter, an Heiler. All das hängt an dem seidenen Faden, dass wir unseren Gedanken Glauben schenken. Die Gedanken formen eine Welt, ein "Ich", ein "Du", eine Zeit, eine Ursache und eine Wirkung. Lösen wir uns von unserem Denken, indem wir uns unserem Erleben immer mehr bewusst werden, ist der Erfahrungsraum nach wie vor da, aber er ist nicht mehr das, wofür wir ihn halten.


Er kann sich nicht mehr als reale Welt ausgeben. Er kann sich nicht mehr ausgeben, dass es Zeit gibt, dass es Geburt und Tod gibt. Wir erkennen, dass der Erfahrungsraum ein geträumter Raum ist, ein Raum aus Bewusstsein, ein Raum aus Energie, ein Raum aus Essenz.

Darin gibt es keine Trennung, kein "Ich", kein "Du", kein "Wir", keine "Anderen". Es gibt nichts anderes als das, was wir jetzt wahrnehmen, als Erscheinung.



Und jetzt kommt das Entscheidende: Auch unser Körper ist in diesem Erscheinungsraum bereits inkludiert. Aber was nicht inkludiert ist, ist das, was in diesen Raum hineinschaut, hineinfühlt, hineinhört, hineinschmeckt, hineinriecht und hineindenkt.


Das, was den Erfahrungsraum wahrnimmt, ist jenseits des Erfahrungsraums. Es ist aber nicht getrennt vom Erfahrungsraum. Es ist dieselbe Essenz, dieselbe Energie.


Und das ist unsere wahre Natur, die alles beseelt, die alles belebt, die alles bewegt, aber selbst nicht bewegt werden kann, selbst nicht berührt werden kann, selbst nicht verletzt werden kann.


Wir werden uns selbst nicht finden, wenn wir glauben, dass wir etwas erschaffen müssen, kreieren müssen, bekommen müssen. Es ist bereits da, genau jetzt. Wir sind es. Wir sind es immer, vollkommen unabhängig davon, was im Erfahrungsraum für Bewegungen stattfinden, für Verletzungen stattfinden, für Schmerzen stattfinden, für Verluste stattfinden, für Gewinne stattfinden, für Freuden stattfinden. Vollkommen unerheblich.

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